Coaching-Literatur von Christopher Rauen
 









Daniel Maier, Peter Szabó, Coaching – erfrischend einfach. Einführung ins lösungsorientierte Kurzzeitcoaching, Norderstedt: BoD.     Meier, Daniel & Szabó, Peter (2008).
Coaching – erfrischend einfach. Einführung ins lösungsorientierte Kurzzeitcoaching.
Norderstedt: BoD.

ISBN: 978-3-8334-8672-2
108 S.; 13,30 €
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Rezension von Dr. Konrad Elsässer
Ich ersetze das Wort Rezension durch das Wort „Kompliment!“, und sage „complimenti!“ zu den Autoren Daniel Maier und Peter Szabó. Aber ich würde auch gerne „Kompliment!“ sagen allen denen, die dieses 100-Seiten-Buch kaufen, lesen und anwenden. Also sich zu eigen machen.

Es ist ein erfrischendes Buch, abwechslungsreich, pfiffig, mit sparsam gesetzten, stimmigen Illustrationen, mit gelben Seiten zum Üben, mit Werkzeugkiste und vielen nützlichen Tipps. Und es ist ein einfaches Buch, elementar, grundlegend, ohne Schnörkel und ohne barocke Selbstdarstellungen.

Eine knappe Einleitung beschreibt und „erzählt“ Coaching als Rahmensetzung: „Wie der Rahmenmacher wird auch der Coach nie beginnen, das Bild aktiv mitzugestalten.“ (S. 10). Die Wirkungen von Coaching werden in drei Richtungen entfaltet – hin auf Wahrnehmung und eine Veränderung bzw. Erhöhung von Aufmerksamkeit, hin auf Wahlmöglichkeiten, und schließlich hin auf Vertrauen in die eigenen Ressourcen und Kompetenzen. Von einem konkreten Beispiel ausgehend, bekräftigen Meier & Szabó ihre Lieblingsdefinition von Coaching: „Eine wichtige Person von da, wo sie sich befindet, dorthin zu bringen, wo diese Person hin möchte“.

Das Büchlein führt konzentriert durch fünf Phasen im Kurzzeitcoaching: zuerst die Coaching-Vereinbarung, dann Futur Perfekt mit der berühmten Wunder-Frage, dann die funktionierenden Vorboten, gefolgt von den kleinen Schritten, und schließlich der Gesprächsabschluss.

Man kann sich nach der Lektüre fragen, wozu Langzeitcoaching? Aber um dies zu beantworten, kann man auch wieder eine der Skalierungen oder Vorboten oder Futur II-Fragen aus dem Kurzzeitcoaching nutzen. Nützlich könnte für diesen Kontext die Unterscheidung von Limitationen und Problemen sein, wie sie Cauffmann & Dierolf in ihrem Buch „Lösungstango“ (2007) vornehmen.

Bei Futur Perfekt fehlt mir ein Verweis auf den österreichisch-amerikanischen Philosophen Alfred Schütz, der in der Verbindung von Philosophie und Soziologie schon Mitte des 20. Jahrhunderts das Denken und Sprechen im Futur II sozusagen entdeckt und ausgelotet hat, wie Karl E. Weick in seinem Buch „Der Prozeß des Organisierens“ (1985) anmerkt.

„Coaching erfrischend einfach“ ist ein Buch, das Mut macht, Coaching in die Hand zu nehmen wie einen Handschuh. Kunden ermutigt es, auszuprobieren, was sie an eigenen Kompetenzen einbringen können. Coachs ermutigt es, eigenes Können zu befragen, weiter zu entwickeln, es einfacher zu machen. – Einfach empfehlenswert!
 
Dr. Konrad Elsässer
Schwertl & Partner Beratergruppe Frankfurt
ke@schwertl-partner.de
 
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